Über RESPOND!

"RESPOND! Nein zu Judenhass im Netz!" ist ein vierjähriges Verbundprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,3 Millionen Euro gefördert wird.

Das Projekt wird vom jüdisch-amerikanischen Touro University Berlin geleitet, das eng mit der Hochschule Bielefeld – University of Applied Sciences and Arts und der Universität Potsdam sowie mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der größten jüdischen Gemeinde in Deutschland, zusammenarbeitet.

RESPOND! bringt ein wissenschaftliches Expert*innenteam aus Antisemitismusforscher*innen, Medien- und Kulturpsycholog*innen mit Expert*innen aus dem Bereich der Inklusionspädagogik, der Rassismusprävention, der Interaktionsforschung und dem Sozialwesen zusammen.

Das Verbundprojekt RESPOND! verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Gegenstimme von Jugendlichen zu entwickeln und zu verbreiten, um antisemitische Hassreden in sozialen Medien in Deutschland zu bekämpfen.

RESPOND! will junge Adressat*innen und Zeug*innen antisemitischer Hassrede befähigen, deren diskursive Taktiken in sozialen Medien auch in ihren modernen und subtileren Ausprägungen zu erkennen und ihnen medienkompetent zu begegnen.

Diese Ziele werden in vier separaten, aufeinander aufbauenden Studien behandelt:

Auf Basis unterschiedlicher methodischer Zugänge (qualitative Inhalts-, Diskurs- sowie Konversationsanalyse) wird antisemitische Hassrhetorik auf den relevantesten Social-Media-Plattformen, die von jungen Menschen in Deutschland genutzt werden (z.B. Facebook, Instagram, Snapchat und YouTube) untersucht.

In Studie 2 wird der Umgang von jungen Menschen in Deutschland und ihre Anfälligkeit für antisemitische Hassrhetorik auf sozialen Medien untersucht. In Fokusgruppendiskussion wird erforscht, was ihre Erfahrungen und bereits erlernten Fähigkeit sind, medienkompetent auf Antisemitismus in den sozialen Medien zu reagieren.

Die kombinierten Erkenntnisse aus den Studien 1 und 2 bilden die Grundlage für die Entwicklung des RESPOND!-Medienkompetenztrainings. Nach der Entwicklung wird das Training, implementiert sowie evaluiert. Die Studie 3 wird mit einer Multiplikation des Trainings auf bis zu 600 junge Menschen abgeschlossen.

Studie 4 konzentriert sich auf Schulen im Raum Berlin, Potsdam und Bielefeld. Hier werden bis zu 600 Lehrkräfte im Hinblick auf Vulnerabilitäten und Kompetenzen junger Menschen im Umgang mit Antisemitismus in den sozialen Medien sensibilisiert.

Gruppenfoto mit Menschen vor Haus.